Ostern 2013

Symposion
31. März – 3. April 2013
Humboldt-Haus, Achberg bei Lindau

Joseph Beuys und die Hasen

Der Hase in der Kunst, in der Mythologie und im wirklichen Leben

Der Hase hat meistens „die Nase im Wind“ und ist ein Meister der Tarnung. Der blitzschnelle, wendige Vegetarier schlägt Haken und hat wesentlich längere „Lauscher“ als das Kaninchen. Die Mythologie kennt „Meister Lampe“ als Führer der Anderwelt und Überbringer von geheimen Botschaften. Er verspricht Heilung bei Zuständen, in denen Sanftheit, Liebe, Hingabe und Empfänglichkeit gestört sind.

Er ist der nahezu „Unbesiegbare“, und so kommt er auch bei Joseph Beuys vor. Dessen „größtes Kunstwerk ist der „Erweiterte Kunstbegriff“, an dessen Zustandekommen alle Menschen beteiligt sind. Der große Vorbereiter des 21. Jahrhunderts hat sich selbst gar als „ganz scharfen Hasen“ bezeichnet. Was aber fehlt, dass Lepus unser aller neues Symbol und Bild für die Zukunft wird? Längst ist es Zeit, alte Tierbilder, wie etwa Löwe oder Adler abzulösen durch ein „Friedenszeichen, das jedes Kind kennt“ (Beuys). Der „Angst“hase, der die Engführung seiner Inkarnation mit Achtsamkeit und Liebe überwindet, wird zur bewegten Symbolfigur für stetige Wandlung und Transformation.

Und doch ist der Hase in seinem Bestand – insbesondere in Mitteleuropa – äußerst gefährdet, weil er nicht mehr den Lebensraum vorfindet, den er benötigt. Vielleicht kann man den Lebensraum auch mit Denkungsart gleichsetzen; denn es sind insbesondere die Auswüchse unserer auf pure Ausbeutung hin angelegten Intensivlandwirtschaft und Monokultur, aber auch die völlige Überindustrialisierung, die ihm das Leben nahezu verunmöglichen. Überhaupt schwindet vor allem in den westlichen Ländern mehr und mehr die Achtsamkeit gegenüber den Wesen der Natur. Die Biene zeigte es uns als eine der Erstbetroffenen durch rätselhaft hohe Sterberaten. „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“. (Hölderlin)

In unserem Symposion wollen wir uns dem Hasen auf den verschiedensten Ebenen nähern, von der biologischen mit seinem Leben in der realen Umwelt, über die bildhafte, mythologische Seite bis hin zu seiner Rolle in der Kultur- und Kunstgeschichte, insbesondere, wie sich Joseph Beuys ihm zuwendete. Wir laden alle Menschen, die dieses Anliegen teilen wollen, zu einem Symposion ein. Wir wollen zusammen den Hasen feiern, das anstehende Osterfest und den aufbrechenden Frühling!

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Hasen Symposium – Ostern 2013 – Jetzt Flyer lesen und anmelden!

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Informationen

Veranstalter: Verein Soziale Skulptur e.V.
c/o Rainer Rappmann
Postfach 1253, D-88238 Wangen/Allgäu
Tel: 0049 7528 7734 – Fax: 0049 7528 6028
Internet: www.fiu-verlag.com
u.a. Versandbuchhandel für alle Publikationen

Teilnahmegebühr & Anmeldung

Regulär: 150 € – ermäßigt: 90 € – Kinder: frei
Rücktritte sind bis 10 Tage vor Beginn unter Einbehalt von 20% der Gebühr möglich.
Anmeldung erfolgt per Mail, Fax oder Tel an den Veranstalter Verein Soziale Skulptur e.V. – die Anmeldung ist gültig mit der Vorabüberweisung der Teilnahmegebühr auf das Konto des Vereins: Konto 2266 008 bei der Voba Allgäu/West (BLZ 650 920 10) für Auslandsüberweisungen: IBAN: DE59 6509 2010 0002 2660 08 BIC: GENODES1WAN

Unterkunft & Verpflegung

Gebühr bitte vor Ort entrichten:
Einzelzimmer: 59 €, Doppelzimmer: 49 – 52 €
Mehrbettenraum: 42 € (alle inkl. Vollpension)

For English-speaking guests

a translation of the main contributions is offered.
Contact person: annette.woelfle@t-online.de